
Hornisgrinde-Wolf am Südbeckerweg: Drei Stunden im Wolfsgebiet ohne Begegnung mit Grindi
Am 24. September 2026 war Susanne gemeinsam mit Donald Pennet rund drei Stunden im Gebiet zwischen Hundseck, Südbeckerweg und Hohem Ochsenkopf unterwegs. Die Wanderung führte durch den Nationalpark Nordschwarzwald und damit durch das Gebiet von Grindi, dem Hornisgrinde-Wolf.
Das Ergebnis war erneut eine Nullbeobachtung: keine Sichtung von Grindi und keine Begegnung mit anderen größeren Wildtieren. Gerade solche Erfahrungsberichte ergänzen die dokumentierten Wolfssichtungen um eine andere Perspektive: Menschen bewegen sich über Stunden im Wolfsgebiet, ohne dem Wolf zu begegnen.
Donald Pennets ausführlichen Bericht über dieselbe Wanderung – mit Südbeckerweg, Teufelskamin, Grindenfläche und Hohem Ochsenkopf – gibt es hier:
Hornisgrinde-Wolf am 24.09.2026: Über den Südbeckerweg zum Hohen Ochsenkopf
Susannes Erfahrungsbericht: Hundseck – Südbeckerweg – Hoher Ochsenkopf

„Tiere habe ich keine gesehen – weder Rehe, Wildschweine oder Hirsche, und auch Grindi, den Hornisgrindewolf, nicht.“
Kurzentschlossen bin ich am 24.09.2026 wieder mit Donald im Wolfsgebiet Nationalpark Nordschwarzwald ca. drei Stunden gewandert. Gestartet sind wir in Hundseck auf dem Südbeckerweg, Richtung Hohem Ochsenkopf.
Wenn man von Hundseck aus ein Stück in den Wald hineingeht und auf den Südbeckerweg einbiegt, merkt man schnell, dass man hier im tiefen, echten Schwarzwald angekommen ist. Die breiten Forstwege hören auf und man läuft auf einem schmalen, fast zugewachsenen Pfad, der sich durch dichtes Heidelbeergestrüpp und Farne schlängelt.
Genau das Richtige für mich! Durch mehrere kleine Pausen konnte man auch ganz toll die Natur beobachten. Tiere habe ich keine gesehen – weder Rehe, Wildschweine oder Hirsche, und auch Grindi, den Hornisgrindewolf, nicht. Nur zwei Hochsitze sind mir aufgefallen.
Durch die dichten und hohen Tannen ist der Lärm von der Straße überhaupt nicht hörbar, sodass man eigentlich nur noch das eigene Auftreten auf dem weichen Waldboden oder mal das Knacken eines Astes hört. Überall liegen umgestürzte, moosbewachsene Baumstämme, und das Licht fällt oft nur gedämpft durch die Bäume. Genau das gibt der Umgebung eine ganz eigene, fast ein bisschen geheimnisvolle Atmosphäre.
Für mich war diese rund dreistündige Wanderung wie ein echtes Abtauchen – eine unglaublich tolle Erholung, die sich angefühlt hat wie ein kleiner Urlaub mitten im Alltag.
„Am Ende zeigt es einfach, wie viel Platz in dieser wilden Natur für Mensch und Wolf ist.“
Das Spannende ist: Obwohl ich gut drei Stunden lang auf der Strecke unterwegs war, habe ich kein einziges Tier gesehen, auch gab es keine Wolfsbegegnung. Für mich ist das der beste Beweis, dass man in diesem riesigen Gebiet des Nordschwarzwalds wunderbar in Koexistenz mit dem Wolf leben kann. Er tut niemandem etwas, er stört überhaupt niemanden und geht uns Menschen so konsequent aus dem Weg, dass man ihn gar nicht zu Gesicht bekommt. Am Ende zeigt es einfach, wie viel Platz in dieser wilden Natur für Mensch und Wolf ist.
Anmerkung der Redaktion
Dieser Text ist ein persönlicher Erfahrungsbericht von Susanne. Ihre Einschätzungen und Schlussfolgerungen geben ihre eigene Wahrnehmung der Wanderung wieder und sind nicht automatisch die Position oder Bewertung von Grindi-Wolf.de.
Insbesondere kann eine einzelne Wanderung ohne Wolfssichtung keine allgemeine Aussage über das Verhalten von Grindi beweisen. Für unsere Dokumentation sind solche Nullbeobachtungen dennoch relevant: Sie halten fest, wann, wo und wie lange Menschen im Gebiet des Hornisgrinde-Wolfs unterwegs waren, ohne ihm zu begegnen.
Hornisgrinde-Wolf an der Badener Höhe: Susannes Wanderung ohne Wolfssichtung
Grindi-Wolf: Susannes Bericht vom 09.09.2026 – Hochkopf, Pfriemackerkopf und Bettelmannskopf