Grindi-Wolf: Erfahrungsbericht von Bettina Vögele-Diebold
24.06.2026
Mein Name ist Bettina Vögele-Diebold, ich bin verheiratet, wir haben drei wunderbare erwachsene Kinder. Von Beruf bin ich Kinderkrankenschwester, Kunsthandwerkerin und Ayurveda Masseurin.
Über die Medien habe ich erfahren, dass eine Abschussgenehmigung gegenüber einem im Nationalpark Nordschwarzwald lebenden Wolf ausgesprochen wurde.
Bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich nur, dass es Wölfe viele Jahrzehnte in Deutschland nicht mehr gab, sie als annähernd ausgerottet galten, aber in den letzten Jahren wieder zurück kamen und als Willkommen galten, weil sie die Artenvielfalt bereichern.
Neugierig geworden, warum ein Wolf, der in einem Nationalpark lebt, was für mich ein perfekter Ort zum Leben für ein Wildtier seiner Gattung darstellt, habe ich begonnen, mich zu informieren.
ich habe dabei festgestellt, dass dieser Wolf, der Hornisgrinde Wolf medial und von der Landespolitik als auffällig eingestuft wurde, weil er Menschen und Mensch Hund Teams zu nahe kam. Dieses „auffällig" wurde als potentiell gefährlich eingestuft und daraus resultierte wohl die Einschätzung und im Nachgang die Abschuss Genehmigung.
Gleichzeitig gab es da die Menschen, die Ortsansässigen, die mit diesem Tier in Coexistenz leben, die ihre Heimat mit ihm teilen, sozusagen Tür an Tür mit ihm leben.
Ich erfuhr, dass der Hornisgrinde Wolf wohl noch niemals ein Weidetier gerissen haben soll, er weder Menschen noch Hunde angegriffen hatte.
Je Länger ich mich mit der Thematik beschäftigte, verstärkte sich der Gedanke: WIR HABEN NICHT DAS RECHT DAZU, DIESES TIER ZU TÖTEN!
Mein sehr ausgeprägter Gerechtigkeitssinn, die Liebe zur Natur und meinem Respekt allen Mitgeschöpfen auf unserem Planeten gegenüber formten sich zu dem Entschluss, Etwas tun zu „müssen". Es war wie ein innerer Ruf, so lässt es sich vielleicht ganz gut in Worte fassen.
Ich besuchte die erste Mahnwache und begann für den Hornisgrinde Wolf zu laufen.
Anmerkung: Dieser Bericht gibt die persönliche Sichtweise von Bettina Vögele-Diebold wieder und nicht die redaktionelle Position von Grindi-Wolf.de.