Marie Hoffmann, Wolf und Boden: Die Beziehungen verstehen

Marie Hoffmann, der Wolf und das Natürliche-Infrastruktur-Gesetz: Warum alle Debatten auf dieselbe Ressource zurückführen – den Boden

Die Diskussion um das Natürliche-Infrastruktur-Gesetz (NATIF), den Wolf und die Zukunft der Landwirtschaft wird häufig in getrennten Themenfeldern geführt. Auf den ersten Blick handelt es sich um unterschiedliche Debatten: Hier geht es um Naturschutzrecht, dort um Weidetierhaltung, an anderer Stelle um Ernährung, Energie oder Wohnungsbau. Betrachtet man jedoch die Beziehungen zwischen den einzelnen Akteuren, entsteht ein anderes Bild. Alle Diskussionen führen letztlich auf dieselbe begrenzte Ressource zurück – den Boden.

Marie Hoffmann, Wolf und Boden: Die Beziehungen verstehen

Boden

landwirtschaftliche Nutzung

Lebensmittelproduktion

Ernährungssicherheit

Boden

Natürliche Infrastruktur

Biotopverbund

Artenvielfalt

Boden

Wohnungsbau

Bodenversiegelung

Boden

Energiewende

Windenergie

Photovoltaik

Boden

Weidetierhaltung

Schafhaltung

Wolf

Damit wird deutlich, dass Landwirtschaft, Naturschutz, Energiepolitik, Infrastruktur und Wildtiermanagement nicht unabhängig voneinander existieren. Sie konkurrieren um dieselbe Fläche oder beeinflussen deren Nutzung.

Das Natürliche-Infrastruktur-Gesetz verändert Beziehungen

Der Gesetzentwurf definiert „Natürliche Infrastruktur“ als zusammenhängendes Netzwerk ökologisch wertvoller Flächen. Gleichzeitig erhalten naturschutzfachliche Belange im Planungsrecht ein höheres Gewicht. Ausgleichsmaßnahmen sollen stärker in dieses Netzwerk gelenkt werden.

Projekt

Eingriff

Kompensation

Natürliche Infrastruktur

ökologische Vernetzung

Dadurch verändert sich nicht unmittelbar die Nutzung jeder einzelnen Fläche. Vielmehr verändern sich die rechtlichen Beziehungen zwischen Infrastrukturprojekten, Naturschutz und Flächennutzung.

Landwirtschaft im Zentrum der Flächenkonkurrenz

Der Deutsche Bauernverband beschreibt die Entwicklung als zunehmende Konkurrenz um landwirtschaftliche Nutzflächen. Neben Naturschutz kommen weitere Flächennutzer hinzu.

Boden

Landwirtschaft

Boden

Wohnungsbau

Boden

Industrie

Boden

Verkehr

Boden

Energie

Boden

Natürliche Infrastruktur

Aus dieser Perspektive steht weniger der einzelne Gesetzesentwurf im Mittelpunkt als die Summe aller Flächenansprüche.

Die Perspektive der Umweltverbände

Organisationen wie der WWF argumentieren dagegen, dass funktionierende Ökosysteme selbst eine Form von Infrastruktur darstellen. Bestäubung, Bodenfruchtbarkeit, Wasserrückhalt und Biodiversität werden als Voraussetzungen langfristiger landwirtschaftlicher Produktion verstanden.

Natürliche Infrastruktur

Ökosystemleistungen

Bodenfruchtbarkeit

landwirtschaftliche Produktion

Damit verschiebt sich der Ausgangspunkt der Argumentation. Landwirtschaft und Naturschutz erscheinen nicht als Gegensätze, sondern als miteinander verbundene Systeme.

Weniger Fleisch – neue Beziehungen

Parallel verändert sich die Nachfrage nach Lebensmitteln.

weniger Fleischkonsum

geringere Tierhaltung

weniger Futtermittel

veränderte Flächennachfrage

Hinzu kommt die Lebensmittelverschwendung.

Lebensmittelverschwendung

geringere reale Nachfrage

Produktionsbedarf

Diese Entwicklungen verändern die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Landwirtschaft unabhängig vom Naturschutzrecht.

Der Wolf als Teil desselben Systems

Der Wolf wird häufig als eigenständiges Konfliktthema diskutiert. Tatsächlich ist auch er Teil desselben Flächensystems.

Schafhaltung

Beweidung

Offenland

Lebensräume

Wolf

Nutztierrisse

Herdenschutz

wirtschaftliche Belastung

wirtschaftliche Belastung

Schafhaltung

Die Diskussion betrifft deshalb nicht ausschließlich den Wolf, sondern auch die Zukunft extensiver Weidesysteme. Sinkt deren wirtschaftliche Tragfähigkeit, verändert sich gleichzeitig die Pflege vieler Offenlandlebensräume.

Marie Hoffmann als Kommunikationsknoten

Marie Hoffmann bewegt sich öffentlich an der Schnittstelle mehrerer dieser Themen. In ihren Beiträgen verbindet sie Landwirtschaft, Jagd, Lebensmittelproduktion und moderne Agrartechnik und macht dadurch Beziehungen sichtbar, die häufig getrennt diskutiert werden.

Marie Hoffmann

Landwirtschaft

Marie Hoffmann

Jagd

Marie Hoffmann

Lebensmittelproduktion

Marie Hoffmann

Agrartechnik

Marie Hoffmann

öffentliche Kommunikation

Ihre Inhalte befassen sich regelmäßig mit Fragen der Pflanzenproduktion, Tierhaltung, Wetter, Jagd oder gesellschaftlichen Erwartungen an die Landwirtschaft. Dadurch entsteht ein Kommunikationsnetzwerk, das verschiedene Perspektiven auf dieselbe Ressource Boden miteinander verbindet. Welche Schlussfolgerungen daraus gezogen werden, bleibt Gegenstand öffentlicher und politischer Diskussion.

Boden als gemeinsamer Nenner

Betrachtet man sämtliche Beziehungen gemeinsam, zeigt sich ein zentrales Muster.

Boden

Landwirtschaft

Lebensmittel

Boden

Natürliche Infrastruktur

Biodiversität

Boden

Wohnungsbau

Boden

Energie

Boden

Wolf

Weidetierhaltung

Boden

Klimaanpassung

Die Debatte um das Natürliche-Infrastruktur-Gesetz ist deshalb keine isolierte Diskussion über Naturschutz. Ebenso wenig ist die Wolfspolitik ausschließlich eine jagdliche Frage oder die Landwirtschaft lediglich ein wirtschaftliches Thema. Alle drei Themen beschreiben unterschiedliche Beziehungen innerhalb desselben Flächensystems. Der gemeinsame Bezugspunkt ist nicht der Wolf, nicht die Landwirtschaft und auch nicht das Gesetz – sondern der Boden als begrenzte Ressource, auf die sämtliche gesellschaftlichen Anforderungen gleichzeitig einwirken.

Wolf, Landwirtschaft und Natürliche Infrastruktur: Die Beziehungen hinter der Flächenkonkurrenz

Warum der Boden zum gemeinsamen Knoten von Wolf, Landwirtschaft, Energie und Naturschutz wird

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