Wolf in Deutschland im Oktober 2026: Erste Jagdsaison endet – Bilanz vom Heidekreis bis zur Hornisgrinde
Stand 16. Oktober 2026: Am 31. Oktober endet die erste reguläre Jagdzeit für den Wolf in Deutschland. Seit dem 2. April 2026 steht der Wolf im Bundesjagdgesetz; eine Jagdzeit vom 1. Juli bis 31. Oktober gilt dort, wo die Population in günstigem Erhaltungszustand ist und ein Managementplan vorliegt. Wie die Länder das neue Recht nutzen, zeigt sich nicht in Berlin, sondern vor Ort: im Heidekreis, im Lahn-Dill-Kreis, in Brandenburg und im Nordschwarzwald.
Was das neue Jagdrecht erlaubt und warum die Bilanz regional ausfällt
Das Bundesjagdgesetz unterscheidet zwei Fälle. Bei günstigem Erhaltungszustand stellt die zuständige Behörde einen revierübergreifenden Managementplan auf; erst dann darf in der Jagdzeit gejagt werden. Bei ungünstigem Erhaltungszustand ist ein Abschuss nur nach Schäden an Weidetieren trotz zumutbaren Herdenschutzes zulässig. Diese Jagd endet, sobald im Umkreis von 20 Kilometern um den Schadensort ein Wolf erlegt wurde.
Damit entscheidet nicht der Bund über die Zahl der Abschüsse, sondern jedes Land für sich. Die nationale Debatte ist deshalb die Summe vieler regionaler Fälle.
Die Länder im Überblick: Abschüsse, Obergrenzen und Klagen
Niedersachsen: erster Schnellabschuss im Heidekreis
Niedersachsen hat für das Jagdjahr eine Höchstzahl von 27 schadenstiftenden Wölfen festgelegt, gemeint sind adulte, territoriale Tiere. Im Heidekreis wurde erstmals nach dem geänderten Landesjagdgesetz ein Wolf im Schnellabschussverfahren geschossen.
→ [Wolf im Heidekreis erschossen – und was verbessert sich jetzt?](LINK grindi-wolf Heidekreis-Seite)
Hessen: Abschuss junger Wölfe im Lahn-Dill-Kreis, Klage der Naturschützer
Das Regierungspräsidium Kassel hat für die Zeit bis 31. Oktober 2026 den Abschuss von vier juvenilen Wölfen im Lahn-Dill-Kreis freigegeben. Aus dem Greifensteiner Rudel waren zuvor zwei Wölfe tot aufgefunden worden, am 31. Mai und am 16. Juni 2026. Die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe und der BUND klagen gegen den hessischen Managementplan und haben einen Eilantrag gegen den Abschuss der Welpen gestellt.
Brandenburg: Streit um eine Grenze von zehn Wölfen
Der Entwurf des Brandenburger Managementplans begrenzt schadensbezogene Entnahmen im Jagdjahr 2026/27 landesweit auf zehn Wölfe. Jagd- und Bauernverband halten das für zu wenig; die Agrarministerin lehnt eine feste Abschussquote ab.
Baden-Württemberg: der Wolf an der Hornisgrinde
Baden-Württemberg ist ein Sonderfall: Hier lebten zuletzt nur wenige, männliche Wölfe, also keine sich fortpflanzende Population. Um den Wolf an der Hornisgrinde wurde vor Gericht gestritten; das Verwaltungsgericht Stuttgart wies die Klage von Naturschützern gegen die Abschussgenehmigung ab. [Aktueller Stand Grindi und BW-Regelung nach neuem Jagdrecht prüfen und ergänzen]
→ [Grindi: der Wolf an der Hornisgrinde](LINK grindi-wolf Hauptseite)
Warum die Bilanz nach dem 31. Oktober noch unvollständig sein wird
Abschüsse werden von den Behörden teils mit Verzögerung veröffentlicht. [prüfen: Angabe zur Veröffentlichungsfrist] Eine vollständige Bilanz der ersten Jagdsaison wird deshalb erst Wochen nach Saisonende möglich sein. Diese Seite wird fortlaufend ergänzt, sobald Länder Zahlen veröffentlichen.
Häufige Fragen zum Wolf in Deutschland 2026
Wann endet die Jagdzeit für den Wolf?
Am 31. Oktober. Sie gilt nur dort, wo ein günstiger Erhaltungszustand und ein Managementplan vorliegen.
Darf ein Wolf auch außerhalb der Jagdzeit geschossen werden?
Ja, wenn er trotz zumutbaren Herdenschutzes Weidetiere getötet oder verletzt hat.
Wie viele Wölfe darf Niedersachsen schießen?
Höchstens 27 schadenstiftende, adulte territoriale Wölfe im Jagdjahr.
Stand: 16.10.2026 – wird fortlaufend aktualisiert
Three things before publishing: fill in the two links to your own pages, settle the Baden-Württemberg paragraph from what you know about Grindi, and keep the URL fixed so every update builds on the same page.
Sources:
- buzer.de: Änderung BJagdG, in Kraft 02.04.2026
- lxgesetze: § 22d BJagdG
- ML Niedersachsen: Erläuterungen zur Bejagung des Wolfs
- RP Kassel: Allgemeinverfügung Wolf
- GzSdW/BUND: Klage Managementplan Hessen
- Volksstimme/dpa: Kritik am Brandenburger Abschussplan
- Stuttgarter Zeitung: Wolf im Nordschwarzwald darf geschossen werden