Eine persönliche Stimme für Grindi – Erfahrungen aus Mahnwachen und nächtlichen Wegen im Wolfsrevier.

Grindi-Wolf: Almuts persönlicher Erfahrungsbericht über Mahnwachen und nächtliche Wege im Wolfsrevier

Dieser persönliche Erfahrungsbericht von Almut dokumentiert ihre Erfahrungen rund um den Schwarzwaldwolf Grindi, die Mahnwachen während der Entnahmephase und ihre nächtlichen Wege durch das Wolfsrevier im Nordschwarzwald. Der folgende Bericht wird bewusst in Almuts eigenen Worten und ohne redaktionelle inhaltliche Bearbeitung veröffentlicht.

Ein Wolf im Schwarzwald!!

Welch eine Sensation, ein Wolf im Schwarzwald! Welch eine Freude wieder ein Stück Natur zurückerobert zu sehen.

Und dann muss ich lernen und hören dass dieser Wolf abgeschossen werden soll mit Genehmigung und auf Gehalt von Stuttgarter Politikern.
Das kann doch nicht wahr sein, war meine erste Reaktion.
Seitdem lese ich alles was mir in die Hände kommt über Wölfe und den speziellen Fall im Schwarzwald.

Ein Faszinosum! Ein Tier, das so intelligent ist dass es uns alle alt aussehen lässt.
Ein Tier das einen Geruchssinn hat der ohnegleichen ist,
ein schönes Tier, das einen so beeindruckenden undfür Menschen vorbildlichen Familiensinn hat,
ein Tier das hilft das ökologische Gleichgewicht im Wald und hier bei uns im Schwarzwald wieder herzustellen, weil er die Schwachen alten kranken Tiere auf seinem Speiseplan hat,
ein Tier das so sportlich unterwegs ist wie kaum ein Mensch.
Alles nur beeindruckende Zahlen und Daten und Fakten von einem Tier, dass ich unbedingt schützen möchte auf dass es nicht durch Beschluss von Politikern in Stuttgart abgeknallt werden darf, einfach so, ohne dass sich dieser Wolf etwas hat zu Schulden kommen lassen.

Für diesen Wolf und für sein Leben will ich mich fortan einsetzen. Wir sind viele Menschen geworden die sich für ihn einsetzen und wir sind viele Menschen geworden, die bei den Mahnwachen zusammentreffen, die in aller Herrgottsfrühe aufstehen und im Revier des schwarzwaldwolfs laufen laufen und laufen.

Die Politiker, die Jäger und alle sollen wissen, dass wir fest entschlossen sind den schlimmsten Fall nicht eintreten zu lassen. Wir stehen um 3 Uhr nachts auf, auch wenn wir keinerlei Absichten haben Frühaufsteher zu werden, aber der Drang etwas für den Schwarzwald Wolf, für Grindi, tun zu wollen vertreibt jede Müdigkeit. Wir treffen uns mit vielen Gleichgesinnten im wolfsrevier und laufen jede Nacht zu zweit zu dritt manchmal zu viert auf den Wegen in seinem Revier.

Es ist ein ganz besonderes Gefühl, in "seinem" Revier nachts im Dunkeln unterwegs zu sein und daran zu denken dass er uns wahrscheinlich sieht weil er einen phänomenalen Geruchssinn hat aber wir ihn nicht sehen. Er ist so intelligent, dass er es bisher geschafft hat seinen Häschern zu entkommen. Möge er weiterhin mit all seiner Intelligenz und all seinen Sinnen es schaffen seinen bösartigen Verfolgern zu entkommen.

Wir alle, und wir werden immer mehr, werden unser Bestes tun und alles dafür geben, dass er die nächste Ranzzeit übersteht, und danach in Ruhe sein Leben führen kann.

Was die Politik angeht so habe ich leider lernen müssen dass es niemanden Verantwortlichen gibt der ein Gefühl für Natur hat. Das hätten eigentlich die Grünen sein müssen aber das war schon unter Kretschmann nicht der Fall und jetzt noch weniger.
Es sind Frauen die sogar Jäger sind und deren Handwerk das Töten ist. Von solch einer Gang lassen wir uns beherrschen und unsere Natur kaputt machen???????
Das ist der Beginn vom Ende des Menschen auf der Erde. Sehr schade denn die Erde ist doch so schön!

 

Hinweis der Redaktion: Dieser Beitrag ist ein persönlicher Erfahrungsbericht von Almut. Er gibt ausschließlich ihre eigenen Erlebnisse, Einschätzungen und Meinungen wieder. Die Veröffentlichung dient der Dokumentation unterschiedlicher Erfahrungen und Perspektiven rund um Grindi und spiegelt nicht zwangsläufig die Meinung des Betreibers von Grindi-Wolf.de wider.

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