Grindi-Wolf: Wusste die Naturschutzinitiative von der geplanten Hartvergrämung?

Am 21. August 2026 veröffentlichte die Naturschutzinitiative (NI) eine Pressemitteilung zum Hornisgrinde-Wolf GW2672m, bekannt als Grindi. Darin unterstützte sie die geplante Vergrämung und erklärte nach Gesprächen mit dem Nationalpark ausdrücklich ihr Vertrauen in dessen Arbeit und Entscheidungen.

Die NI schrieb zudem, dass Dr. Wolfgang Epple für die Expertengruppe des Nationalparks vorgeschlagen werde. Die Vergrämung sollte Grindi die Chance geben, wieder mehr Abstand zu Menschen zu entwickeln.

Was wusste die NI am 21. August?

Heute stellt sich deshalb eine einfache Frage: War der Naturschutzinitiative zu diesem Zeitpunkt bereits bekannt, welche konkreten Methoden bei der Vergrämung von Grindi diskutiert wurden – insbesondere eine mögliche Hartvergrämung?

Diese Frage ist relevant, weil die NI wenige Tage später deutlich vorsichtiger formulierte. Sie erklärte, dass das konkrete Konzept erst von Wissenschaftlern und Wolfsexperten gemeinsam mit Nationalpark und FVA entwickelt werde. Die NI sei lediglich beratend tätig. Zu weiteren Einzelheiten hieß es ausdrücklich, diese seien ihr bislang nicht bekannt.

Damit entsteht eine dokumentierbare Informationslücke.

Wenn die NI am 21. August bereits über eine mögliche Hartvergrämung informiert war, wäre interessant, wie sie diese damals bewertete.

Wenn sie davon noch nichts wusste, stellt sich dagegen die Frage, auf welcher konkreten Informationsgrundlage sie der geplanten Vergrämung öffentlich zugestimmt und ihr Vertrauen in das Vorgehen des Nationalparks ausgesprochen hat.

Es geht dabei nicht um eine Unterstellung. Die entscheidende Frage ist wesentlich einfacher:

Was wusste die Naturschutzinitiative am 21. August über die tatsächlich vorgesehenen Methoden der Vergrämung von Grindi?

Grindi, Nationalpark Schwarzwald: Was können wir jetzt tun?

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