
Grindi-Wolf: Keine Sichtung bei Wanderung rund um den Hochkopf am 04.09.2026
Bei einer rund zehn Kilometer langen Wanderung Anfang September 2026 im Hornisgrindegebiet rund um den Hochkopf wurde der Grindi-Wolf nicht gesehen. Susanne dokumentiert ihre Beobachtungen entlang der Strecke, eine Begegnung mit einem Eichhörnchen sowie Schafe und Ziegen auf einer eingezäunten Fläche. Sie beschreibt außerdem ihren persönlichen Wunsch nach einer dauerhaften Koexistenz mit dem Hornisgrinde-Wolf im Nordschwarzwald.
- Grindi-Wolf: keine Sichtung während der Wanderung
- Hochkopf: rund zehn Kilometer lange Wanderung im Hornisgrindegebiet
- Wildtiere: ein Eichhörnchen beobachtet, ansonsten keine Tiere gesehen
- Schafe und Ziegen: auf einer eingezäunten Fläche am Hochkopf beobachtet
- Koexistenz: Susanne spricht sich persönlich für ein dauerhaftes Zusammenleben mit dem Wolf im Nordschwarzwald aus
Persönlicher Wanderbericht von Susanne
Susanne | 04.09.2026
Wandern rund um den Hochkopf
Anfang September war ich mal wieder für eine zirka 10 Kilometer lange Wanderung im Hornisgrindegebiet rund um den Hochkopf unterwegs. Die kühlere, klare Luft in diesen höheren Lagen tut einfach unglaublich gut. Auch die Landschaft hier oben fasziniert mich jedes Mal aufs Neue, weil sie sich ständig verändert.
Man wandert durch dichte, fast mystische Fichtenwälder, in denen das Licht so schön durch die Zweige bricht. Oder man steht plötzlich vor den offenen, weiten Flächen der Grinden.
Es ist eine raue und gleichzeitig wunderschöne Kulisse, die eine ganz tiefe Stille ausstrahlt. Ich liebe es auch, wie sich die Wege hier ständig verändern: Mal spaziert man gemütlich auf breiten Wegen, dann balanciert man wieder über steinige Pfade und knorrige Wurzeln – und zwischendurch federt der Waldboden so herrlich weich unter den Füßen.
Ein Eichhörnchen – aber kein Wolf
Ein besonders schöner Moment war, als plötzlich ein Eichhörnchen auftauchte. Als es mich bemerkte, ist es ganz flink den Baum hochgeklettert. Ansonsten habe ich kein Tier gesehen – auch nicht den Wolf, den ich bisher noch nie gesehen hatte.
Auf den Waldwegen war es angenehm ruhig, auch wenn man natürlich nie ganz allein ist. Einmal kam mir ein großer SUV entgegen – im ersten Moment ein ungewohnter Anblick mitten im Wald, aber das kleine grüne „Forst“-Schild an der Windschutzscheibe hat es sofort aufgeklärt. Später traf ich noch ein paar Wanderer mit ihren Rucksäcken. Jede Begegnung war freundlich und man hat sich nett gegrüßt.
Schafe und Ziegen am Hochkopf
Weiter oben am Hochkopf hörte ich dann plötzlich leises Glockenläuten. Als ich dem Geräusch nachging, habe ich eine gemischte Herde aus Schafen und Ziegen entdeckt.
Sie standen dort zusammen auf einer großen, eingezäunten Fläche und haben ganz friedlich gegrast. Es war schön zu sehen, wie viel Platz sie hatten. Sie waren auch überhaupt nicht schreckhaft, sondern sind völlig entspannt geblieben, als ich vorbeiging.
Mein Wunsch: echte Koexistenz mit dem Wolf
Am Ende war es genau das, was ich gebraucht habe: eine wunderschöne, ruhige und rundum entspannte Wanderung, die einfach richtig gutgetan hat.
Und ich wünsche mir, dass wir den Wolf einfach in Ruhe lassen. Warum können wir nicht in einer echten Koexistenz mit ihm leben – ohne dass eine Art die andere verdrängt oder ausrottet? Für mich bedeutet Koexistenz genau das: Ein faires Nebeneinander, bei dem wir Menschen akzeptieren, dass auch der Hornisgrindewolf seinen festen Platz bei uns im Nordschwarzwald hat. Der Nationalpark ist schließlich genau dafür da, dass die Natur wieder Natur sein darf, und dazu gehört der Wolf eben dazu. Es muss doch möglich sein, dass wir uns denselben Raum teilen.
Hinweis zum Gastbeitrag
Dieser Text ist ein persönlicher Gastbeitrag von Susanne. Er gibt ihre eigenen Beobachtungen, Erfahrungen und Ansichten wieder. Die darin geäußerten Einschätzungen sind nicht automatisch mit den Positionen oder Meinungen des Autors von Grindi-Wolf gleichzusetzen.
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