Grindi-Wolf: Unterwegs zwischen Hundseck, Bettelmannskopf und Hochkopf
Am 3. September 2026 waren wir zu dritt im Gebiet zwischen Hundseck, Bettelmannskopf, Hochkopf und Pfrimackerkopf unterwegs.
Route: Hundseck → Bettelmannskopf → Hochkopf → Pfrimackerkopf → Hundseck
Strecke: ca. 8,5 km
Dauer: rund 3 Stunden, in ruhigem Tempo und mit Pausen.

Unser Ziel war diesmal ausdrücklich nicht, nach Grindi zu suchen. Wir wollten das Gelände besser kennenlernen: Wege, Höhenzüge, mögliche Wildkorridore, offene Flächen, Waldstrukturen und vorhandene Hochsitze.
Einen Wolf haben wir nicht gesehen.
Die Runde gehört für mich trotzdem zu den schönsten in diesem Gebiet. Bereits auf dem Weg nach oben öffnen sich immer wieder Blicke Richtung Mehliskopf und Badener Höhe. Auf der Grinde des Hochkopfs reicht der Blick weit über die Rheinebene bis zu den Vogesen und in Richtung Südschwarzwald.
Besonders interessant war die Situation auf dem Hochkopf: Dort befand sich eine größere Herde aus Schafen und Ziegen auf einer beweideten Fläche mit Elektrozaun. Hinweisschilder machen ausdrücklich auf den Weidebetrieb, den Elektrozaun und die notwendigen Verhaltensregeln aufmerksam.
Das ist im Zusammenhang mit der Wolfsdiskussion zumindest dokumentationswürdig: In einem Gebiet, in dem sich ein Wolf aufhält, findet gleichzeitig Weidehaltung statt. Bei unserem Besuch war die Herde ruhig auf der Fläche; erkennbare Schäden oder einen Riss haben wir nicht festgestellt.
Mehr sollte man aus einer einzelnen Beobachtung nicht ableiten. Aber genau solche konkreten Beobachtungen gehören für uns zur Dokumentation vor Ort: Was sehen wir tatsächlich – und was sehen wir nicht?
Grindi unter zehn Metern: Wo ist die Dokumentation?
Grindi-Wolf am Bettelmannskopf: Die Beobachtungspunkte im Nordschwarzwald
Grindi und der „Hard Release“: Was bedeutet diese Form der Vergrämung?
03.09.2026 | Wanderbericht vom Hundseck über Bettelmannskopf und Pfriemackerkopf