Grindi Wolf Schwarzwald – GW2672m einfach erklärt

Grindi-Wolf: Wildbewegung bei Hundseck zwischen Dreikohlplatten und Ochsenkopf

Der Bereich zwischen Hundseck, Dreikohlplatten und Ochsenkopf zeigt beispielhaft, wie die Topographie mögliche Wildbewegungen strukturieren kann. Diese Geländetexte sollen mögliche Bewegungsräume außerhalb des Nationalparks dokumentieren und zeigen, wie sie miteinander sowie mit den Flächen des Nationalparks Schwarzwald verbunden sein können. Es geht dabei weder um Aufenthaltsorte einzelner Tiere noch um eine dokumentierte Route des Hornisgrinde-Wolfs.

Wie die Landschaft Wildbewegung zwischen Hundseck und Nationalpark ermöglicht

Vom Parkplatz Hundseck kann man zunächst in Richtung Fuchslodge hinuntergehen, die offene Fläche queren und zum Parkplatz an der Straße gelangen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite beginnt ein Weg, dem man weiter in Richtung Dreikohlplatten folgen kann.

Interessant ist hier vor allem die Topographie. Die Hänge sind teilweise sehr steil. Dadurch entstehen Hanglagen, entlang derer seitliche Bewegungen möglich sind. An verschiedenen Stellen öffnen sich anschließend Möglichkeiten, die Höhenlage zu wechseln.

Eine mögliche Fortsetzung führt in Richtung Dreikohlplatten. Folgt man der Landschaft weiter, gelangt man in Richtung Ochsenkopf und damit tiefer in den Nationalpark.

Gerade diese Struktur macht den Abschnitt interessant: Nicht ein einzelner Punkt ist entscheidend, sondern die Verbindung von Hanglagen, Übergängen, Waldflächen und Höhenzügen.

Teil eines größeren Landschaftsraums

Diese Strecke sollte deshalb nicht isoliert betrachtet werden.

Auf unserer Übersichtsseite zur Vorbereitung auf eine mögliche Entnahme des Hornisgrinde-Wolfs zeigen wir, wie die verschiedenen untersuchten Landschaftsbereiche räumlich zusammenhängen.

In der größeren Perspektive wird sichtbar, warum auch die Flächen außerhalb des Nationalparks wichtig sind. Der Nationalpark ist keine ökologische Insel. Wildbewegung endet nicht an seiner Verwaltungsgrenze.

Mögliche Passagen außerhalb des Nationalparks können Waldflächen, Hanglagen und Übergänge miteinander verbinden und an verschiedenen Stellen in den Nationalpark hineinführen. Die einzelnen Geländetexte dokumentieren jeweils nur einen Ausschnitt. Zusammengenommen entsteht schrittweise ein Bild davon, wie diese Landschaft als zusammenhängender Bewegungsraum funktionieren kann.

Zwei mögliche Wege durch den Bereich

Eine Variante führt von Hundseck über den beschriebenen Abschnitt hinauf zu den Dreikohlplatten und anschließend über den Mehliskopf zurück.

Wer weitergehen möchte, kann dem freigegebenen Wegenetz in Richtung Ochsenkopf folgen und damit weiter in den Nationalpark hinein.

Bis zur Nationalparkgrenze befinden sich entlang dieses Abschnitts mehrere Hochsitze. Sie gehören zur vorhandenen Landschaftsnutzung. Hochsitze dürfen weder betreten noch berührt oder in irgendeiner Weise beeinträchtigt werden.

Für unsere Geländearbeit liegt der Wert dieses Abschnitts gerade darin, zu verstehen, wie Landschaft Bewegung strukturieren kann: Steile Hänge können Bewegungsrichtungen begrenzen, während Hanglinien, Übergänge und Höhenzüge andere Bewegungsmöglichkeiten eröffnen.

So lässt sich im Gelände nachvollziehen, wie Tiere möglicherweise nicht einfach geradlinig von A nach B ziehen, sondern sich innerhalb der durch die Topographie vorgegebenen Möglichkeiten bewegen.

Beobachten, nicht eingreifen

Wichtig ist die begriffliche und praktische Grenze: Wir dokumentieren hier keinen nachgewiesenen Wildkorridor und keine Route des Hornisgrinde-Wolfs.

Es handelt sich um eine topographische Einschätzung eines Landschaftsbereichs, in dem Wildbewegung aufgrund der Geländeform plausibel erscheint.

Wer den Bereich selbst erkundet, bleibt auf den freigegebenen Wegen und greift nicht in Jagd- oder andere Einrichtungen ein. Wir empfehlen Begehungen ausschließlich zwischen Morgendämmerung und Abenddämmerung.

Temporäre Sperrungen und Schutzbereiche – insbesondere zum Schutz des Auerhuhns – haben immer Vorrang.

Der Zweck dieser Geländetexte ist nicht, Wildtiere zu suchen. Sie sollen verständlich machen, wie die Landschaft außerhalb des Nationalparks mit den Flächen innerhalb des Nationalparks verbunden ist und welche Rolle solche Übergangsräume für mögliche Wildbewegungen spielen können.

Grindi-Wolf: Wildbewegung bei Hundseck

Grindi-Wolf: Wildpassagen zum Nationalpark

Grindi-Wolf zwischen Dreikohlplatten und Ochsenkopf

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