Wie ein Wolfsriss im Wald verschwindet – Insekten, Pilze und Mikroorganismen

Nach den Aasfressern beginnt ein unsichtbarer Prozess: Insekten, Pilze und Mikroorganismen zerlegen die Reste und führen Nährstoffe zurück in den Boden.

Nachdem Aasfresser die sichtbaren Reste eines Wolfsrisses entfernt haben, beginnt im Schwarzwald die nächste Phase des Kreislaufs.
Insekten, Pilze und Mikroorganismen übernehmen die weitere Zersetzung.

Im Gebiet rund um die Hornisgrinde, etwa bei Herrenwies, Bühlertal und Forbach, läuft dieser Prozess meist unbemerkt ab.
Doch er ist entscheidend für das Funktionieren des Waldes.

Zunächst erscheinen spezialisierte Insekten:
Fliegen legen Eier in verbleibendem Gewebe ab, Larven beschleunigen den Abbau.

Parallel dazu beginnen Pilze und Bakterien, organisches Material chemisch zu zerlegen.
Sie spalten komplexe Strukturen wie Proteine und Fette in einfachere Bestandteile auf.

Dieser Prozess folgt keiner zufälligen Dynamik, sondern einer klaren Abfolge:

  • Insekten beschleunigen die physische Zerkleinerung
  • Mikroorganismen übernehmen die chemische Umwandlung
  • Pilze stabilisieren und integrieren organische Reste in den Bodenprozess

Im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord sind diese Abläufe besonders stabil, da wenig Eingriffe stattfinden und natürliche Zyklen erhalten bleiben.

Wichtig ist:
Der Wolfsriss verschwindet nicht einfach – er wird transformiert.
Was als Tierkörper beginnt, wird Schritt für Schritt Teil des Bodensystems.

Damit entsteht die Grundlage für den nächsten Abschnitt im Kreislauf:
die Rückführung von Nährstoffen in den Waldboden.

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