23. März 2026
Was wir von einem Schäfer lernen können – und warum das für Grindi wichtig ist
Datum:
23.03.2026
In den letzten Wochen wurde viel über den Wolf „Grindi“ gesprochen – oft verbunden mit Unsicherheit, Sorge oder auch klaren Forderungen nach Eingriffen.
Gleichzeitig gibt es Orte in Deutschland, an denen Wölfe seit vielen Jahren Teil der Landschaft sind. Ohne Schlagzeilen. Ohne Eskalation.
In einem aktuellen Gespräch berichtet ein Schäfer aus Brandenburg genau darüber:
Seine Tiere leben seit über einem Jahrzehnt in einem Wolfsgebiet – ohne Verluste durch Wolfsrisse.
Der entscheidende Punkt ist nicht der Wolf selbst, sondern der Umgang mit ihm.
Herdenschutzhunde, funktionierende Zäune und vor allem eine angepasste Arbeitsweise sorgen dafür, dass der Wolf zwar präsent ist, aber kein Problem wird. Der Schäfer beschreibt es nüchtern: Der Wolf kommt, prüft die Situation – und geht wieder, wenn nichts zu holen ist.
Das bedeutet nicht, dass alles einfach ist.
Herdenschutz kostet Zeit, Energie und Aufmerksamkeit. Aber er funktioniert.
Für die Diskussion rund um Grindi ist das ein wichtiger Perspektivwechsel:
Es gibt nicht nur Konflikt, sondern auch funktionierende Systeme.
Und vielleicht liegt genau darin ein Teil der Antwort.